Donnerstag, 16. Oktober 2014

Unruhiges Wetter 16.10.2014 über der Südhälfte erwartet - Wochenende warm

Heute bekommen wir es mit wechselhaftem Wetter zu tun. Allerdings zeichnen sich heute für die Mitte und vor allem dem Südosten kräftige Schauer und auch Gewitter ab. GFS und WRF zeigen insbesondere über dem Südosten Energiewerte von 200 bis 500 j/kg an Cape in einer deutlich gescherrten Umgebung. Dabei liegt ein Starkwindband in ca. 5 km Höhe über der Südhälfte mit 50 bis 60 Knoten was zur dementsprechenden Geschwindigkeitsscherung sorgt. GFS simuliert hier auch eine deutlich potentielle instabile Umgebung mit einem KO-Index von bis zu -6 K und deutlichen Hebungsfeldern. Im Detail werden im Südosten ein erhöhter significant Tornadoparameter von 0.1 bis 0.25 und ein erhöhter Right Mover Supercell Parameter von 0.1 bis 0.25. Genauso zeigt der Left Mover Parameter ebenfalls erhöhte Werte. Dieses Umfeld umfasst Sachsen , Erzgebirge bis Bayern und Südhessen. Ursache dürfte hier eine kaltfront sein die für ausreichende Dynamik sorgen könnte.

Als nächstes zeigt die Modellwelt in der Nacht zu Freitag und am Freitagmorgen ein kleinräumiges Sturmtief das über die Südhälfte ziehen soll. Demnach simuliert GFS in 850 hPa ( 1.4 km Höhe ) Windgeschwindigkeiten von 45 bis 65 Knoten. Am Boden werden Böen von bis zu 75 km/h simuliert. Im Bergland sind durchaus dann schwere Sturmböen oder auch orkanartige Böen möglich. Zudem wird auch eine deutlich erhöhte Niederschlagsrate gerechnet von 20 bis 30 Liter / m2 in 6 Stunden. So können regional bis Freitag 12 Uhr 20 bis 30 oder auch mehr an Regen fallen.

Die Vorhersage eines sollchen Tiefs ist nicht einfach da von den Modellen ein so kleinräimiges Tiefg nicht richtig erfasst wird und teilsweise auch zu einem Nowcastszenario wird. Die Intensität uind genaue Zugbahn sind daher noch nicht ganz sicher.

Am Wochenende wird es dank des Sturmtiefs über Westeuropa recht warm und die Temperaturen können auf bis zu 25 Grad steigen. Wie es dann weitergeht bleibt abzuwarten aber es könnte nachfolgend wieder kühler werden.

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